Vor einigen Jahren wurden wir von Freunden aus der Mastin Espanol Szene angesprochen, ob wir nicht noch Platz für einen 8 Monate alten Kangal hätten. Da wir schon mit Border Collies( für die Arbeit am Vieh ), einem Labrador Mix, die Kaukasen Hündin Debby, und unserem damals 8 jährigen Mastin Rüden Amadeo lebten ,die Kinder noch recht klein waren, sagten wir ab. Das Risiko war uns zu groß mit zwei mächtigen Rüden.
So kam Asil erst einmal nach Berlin, was sich im Nachhinein nicht als gute Lösung erwies.
Als das zweite Mal ein Platz für ihn gesucht wurde, konnten wir nicht mehr nein sagen. Wir hatten unseren ersten Kangal.
Bei seinem Anblick erwachte sofort die große Liebe für diesen wunderbaren Hund und seine Rasse.
Es war Anfangs eine harte Zeit mit ihm. Er beherrschte es perfekt jemanden zu streifen, woraufhin man wie ein Vögelchen flog. Gehorsam war ihm völlig fremd. Unsere kleiner Rüde Ringo erzählte mir den ganzen Tag, was alles passieren könnte, wenn er mich nicht so gut beschützen würde.
Es dauerte, aber wir fanden zusammen und hatten einen liebenswerten Hund, der nach dem Tod des alten Rüden, der Rudelchef wurde.
Aus den Erfahrungen mit ihm, erwachte der Wunsch auch anderen seiner Rasse zu helfen ein passendes neues Zuhause, bei netten Menschen, in richtiger Umgebung, zu finden .
Dank der Unterstützung von Marietta Eggmann und Ernst Wiener, denen wir Asil verdankten, konnten wir den ersten großen Auslauf bauen. Bald zogen die ersten Kangals ein. Einige von ihnen sind bei uns geblieben, viele fanden eine neue Heimat und wir neue Freunde.
Durch die Kangals erwachte auch der Wunsch mehr über ihre Heimat in Sivas zu erfahren. Es war ein großes Erlebnis das Kangal Land zu bereisen , das Kangal Festival zu besuchen und ein besseres Verständnis für das Wesen dieser großen Wächter zu bekommen.
Leider scheint der Kangal und anatolische Hirtenhund zur Zeit zum Modehund geworden zu sein. Viele werden unter falschen Bedingungen angeschafft . Die Probleme sind dann fast immer vorprogrammiert . Die Notfalllisten füllen sich schneller, als dass sich gute Plätze finden lassen. So landen viele im Tierheim, oft kaum mit Chance auf Vermittlung.
Es ist sehr wichtig, sich vor der Anschaffung, genau zu informieren. Unsere Vermittlungsarbeit kann leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein und einigen wenigen die Wartezeit bei uns so angenehm wie möglich zu machen.
Zum Glück sind wir nicht allein.
Unsere Kinder sind nun groß und helfen mit bei der Betreuung und andere Kangalfreunde unterstützen uns mit Rat und Tat. Unter- links sind weitere Helfer und Informationen zu finden.
Wir wünschen allen viel Freude mit den Bildern unserer Hunde und den Berichten aus unserem Kangaldorf. Ebenso hoffen auf diesem Weg auch neue Liebhaber dieser wunderbaren Hunde zu finden und neue Plätze zu erschließen.
Karin, Wolfgang, Daniela und Andreas Brüseke